2019 – OTHELLO nach WILLIAM SHAKESPEARE

„Hast du zur Nacht gebetet, Desdemona?“

„Oh, Fluch der Ehe, dass wir diese zarten Dinger zwar unser nennen können, aber ihre Gelüste nicht!“ Othello

Carnevale in Venedig – buntes Treiben auf den Strassen, man tanzt, lacht und liebt. Darunter auch das frischvermählte Paar Desdemona und Othello, ein von den Venezianern gefeierter Feldherr. Spielerisch lässt Jago den in Desdemona verliebten Rodrigo vor allen Freunden auflaufen. Grosses Gelächter hallt in die klare Sternennacht. Es ruft die Pflicht, Othello muss zurück nach Zypern in den Krieg gegen die Türken. Sein treuer Freund Jago, der sich von Othello übergangen fühlt, da dieser Cassio zu seinem Leutnant befördert hat, folgt ihm in Begleitung seiner Frau Emilia, Desdemona und Cassios Geliebte Bianca nach Zypern. Der Krieg ist gewonnen. Doch von Neid und verletztem Stolz getrieben steuert, manipuliert und provoziert Jago seine engsten Freunde. Er schmiedet Intrigen, streut „fake news“ und es entstehen Gerüchte, Missverständnisse machen sich breit und Verwirrung kommt auf. Das Misstrauen wächst und wächst. Othello verzweifelt an seiner Hast nach Beweisen, welche die Treue seiner Desdemona belegen sollen. Die Geschichte nimmt unaufhaltsam ihren Lauf und geschickt kommt Jago an den Beweis, der nicht nur für Othello den Untergang bedeutet.

Nach vielen Jahren wagt sich die TGO wieder an einen ernsten sogar dramatischen Stoff. Maria Thorgevsky inszeniert diesen Klassiker aus dem 17. Jahrhundert zeitgemäss und gradlinig. Sie zeigt auf eine berührende Art, wie die feinfühlig gezeichneten Figuren von Jagos grausamen Spiel in den Bann gezogen werden, ohne auf heitere und durchaus amüsante Szenen zu verzichten.

OTHELLO hat am 5. April 2019 Premiere. Weitere Vorstellungen am 6./7. sowie 9./10. und 12./13./14. April 2019 (20.00 Uhr ausser SO jeweils 19.00 Uhr).

Platzkarten können ab 9. März 2019 direkt im Elektrogeschäft Ermacora unter 061 406 30 20 reserviert werden.

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„Ja, so ist’s klug. Die List erträgt nicht Lauheit, noch Verzug.“ – „Ja, hier liegt’s, noch nicht entfaltet; die Bosheit wird durch Tat erst ganz gestaltet.“ Jago

2018 – DER SPIELER von FJODOR DOSTOJEWSKI

 „Für ihn ist das Spiel reiner Zeitvertreib, Amüsement!“ – Astley

. . die Kugel rollt, das Rad dreht sich, alle schauen gespannt auf den Roulette-Tisch, die Kugel stoppt – Gewinn oder Verlust, Glück oder Unglück, Liebe oder Hass – jeden Tag beginnt das Spiel von Neuem – das Spiel nach Geld, Macht und Sieg, nach Reichtum, Anerkennung und (unerfüllter) Liebe. Ohne Risiko, kein Gewinn, doch am Schluss gewinnt immer die Bank . . . !

Eine kleine Gruppe um den verschuldeten russischen General trifft sich in einem Kurort. Sehnlichst wird die Nachricht des Todes der Erbtante erwartet, da dadurch die Probleme – und nicht nur jene des Generals – gelöst wären. Doch die Nachricht will und will nicht eintreffen. Die Sucht treibt diese kleine feine Gesellschaft immer wieder an den Roulette-Tisch – Geld muss her, viel Geld sogar – und plötzlich nimmt das Spiel eine ganz unerwartete Wendung – FAITES VOS JEUX! . . .

Maria Thorgevsky inszeniert diese moderne Bühnenfassung (von Bauer/Hörnigk) nach Dostojewskis Novelle aus dem Jahre 1867 mit ausdrucksstarken, temporeichen und durchaus auch heiteren Szenen. Im Zentrum immer das Spiel, welches die feinfühlig gezeichneten Figuren immer mehr in den Bann zieht.

„Ich brauche Geld“

         „Ich brauche auch Geld“

                 „Ich brauche aber sehr viel Geld“ – Polina – Alexej

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2017 – TARTUFFE von Jean-Baptiste Poquelin, alias MOLIÈRE

„Ich duld’ nicht, dass so ein Frömmler, selbstverliebt,
Uns runtermacht und den Tyrannen gibt!“ – Damis
Ein kluger Plan muss her . . . und zwar schnell! Was wie eine harmlose Familienstreiterei anfängt, gipfelt sich wie so meist in Komödien in einem grossen wendungsvollen Chaos. In Molières unterhaltsamer Komödie TARTUFFE geht es wohl um den berühmtesten Scheinheiligen der französischen Literatur und der Weltliteratur überhaupt.

Orgons Mutter bewundert ebenso wie ihr Sohn den Betrüger Tartuffe, der sich als besonders frommer Mann ausgibt. Seit Tartuffe in Orgons Haus lebt, befolgt Orgon alle Ratschläge des Betrügers und beschließt sogar, seine Tochter Marianne mit Tartuffe zu verheiraten, obwohl sie bereits mit Valère verlobt ist. Dass dies die Familie nicht akzeptieren will, ist klar und verlangt nach einem geschickten Plan. Die Dienerin Dorine versucht darum mit Hilfe von Mariannes Bruder Damis und der Stiefmutter Elmire die Heiratspläne mit Tartuffe zu vereiteln. Doch leider läuft im Leben nicht immer alles so wie es soll . . . oder doch?

Maria Thorgevsky bringt diese temporeiche Sittenkomödie aus dem späten 17. Jahrhundert mit leichten und heiteren Szenen – und ganz ohne zu schwindeln – auf die Oberwiler Bühne.

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2016 – BUNBURY von OSCAR WILDE

„Es ist für einen Mann eine ziemlich erschreckende Erfahrung, plötzlich festzustellen, dass er sein ganzes Leben lang nichts als die Wahrheit gesagt hat.“ Jack
Es wäre alles ganz leicht, wenn da nur Mama nicht wäre! Gäbe es aber Mama nicht, wäre das Stück auf Textbuchseite 17 fertig. Also dank Mama entwickelt sich ein lebendiges Verwirrspiel, eine abwechslungsreiche Komödie voller Verwechslungen und leichtem Wortwitz! Algernon und Jack, zwei Freunde, wollen eigentlich nur ihre Angebeteten heiraten. Doch dies entpuppt sich – und nicht nur wegen Mama – als nicht so einfach. Wenn man vorgibt, etwas zu sein, dass man nicht ist und dann feststellen muss, es doch zu sein, kann das bei dem einen oder andern doch etwas Verwirrung stiften. Glücklicherweise löst sich dann doch alles auf und dem Glück steht nichts mehr im Wege. Ach doch, da ist ja noch dies mit dem Namen!

Maria Thorgevsky gelingt es einmal mehr einen Klassiker – dieses Jahr von Oscar Wilde aus dem Jahre 1895 – schwungvoll und entstaubt auf die Oberwiler Bühne zu bringen, ohne dass die Feinheiten des britischen Humors über die Londoner Gesellschaft verloren gehen. Wilde kritisiert mit diesem Konversationsstück die damalige Oberschicht samt ihrer eigenen Oberflächlichkeit mit einer Portion Ironie.

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2014 – SCHLOSS GRIPSHOLM von KURT TUCHOLSKY

Ein Sommeridyll – fröhlich und unbeschwert, die Sonne auf der Haut spüren, die Seele baumeln lassen, die Liebste neben sich, die man immer wieder anblickt und sich neu verliebt. Kurt reist mit seiner Freundin Lydia, liebevoll genannt „Prinzessin“ nach Schweden und quartiert sich mit ihr in einem Anbau des Schlosses Gripsholm ein. Das Liebespaar verbringt dort fünf Wochen unbeschwerte Ferien. Während ihrem Sommeraufenthalt bekommen sie Besuch von Kurts altem Freund Karlchen sowie von Lydias bester Freundin Billie. Diese Sommerfrische wird jedoch durch das Auftauchen eines unglücklichen kleinen Mädchens getrübt, welches in einem nahegelegenen von einer sadistischen Leiterin geführten Kinderheim lebt. Sie beschliessen, das kleine Mädchen zu retten . . .
Eine unbeschwerte, leichte „Sommergeschichte“ – amüsant, fröhlich und idyllisch, aber nicht sentimental. Maria Thorgevsky erzählt diese Geschichte in Bildern, die sich wie Urlaubsfotos aneinanderreihen. Es wechseln lockere, unterhaltsame Momente mit nachdenklichen und immer wieder lässt sich der Zeitgeist der 30ger erahnen.

2012 – FAMILIENBANDE von AGNÈS JAOUI und JEAN-PIERRE BACRI

„Ob du es willst oder nicht, du bist eine Frau, und eine Frau redet nicht so ordinär.“ die Mutter von Agnès Jaoui und Jean-Pierre Bacri.

Eine Familie. Ein Band. Ein Hund. Jeden Freitag trifft sich die Familie Mesnard zum gemeinsamen Essen. Was ein vergnüglicher Abend innerhalb der Familie werden sollte, entpuppt sich aber bald als grosser Kampf um ein bisschen Aufmerksamkeit. Ein üblicher Familienabend eben. Aber was hält eine Familie zusammen? Verbindet ein Band oder schnürt es nur ein? Und was spielt der Hund in dieser schrägen Familienkomödie für eine Rolle?

Maria Thorgevsky inszeniert mit viel Humor und temperamentvollen Szenen das Erfolgsstück der französischen Autoren Agnès Jaoui und Jean-Pierre Bacri.

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2011 – CANCUN von JORDI GALCERAN

„Wir können uns solche Dinge vorstellen, einverstanden, aber deshalb müssen wir doch nicht gleich denken, das Leben so wie wir es getroffen haben, ist nichts wert.“ Pablo von Jordi Galceran

Sonne. Strand. Meer. CANCUN das Ferienparadies! Die seit Jahren befreundeten Ehepaare Reme und Vicente, Laura und Pablo verbringen wieder einmal ihre Ferien in CANCUN. Nach einem schicken Abendessen eröffnet Reme ein Geheimnis, das plötzlich das Leben jeden einzelnen in Frage stellt. Freundschaft. Vertrauen. Liebe. Aus dem heiteren Erholungsurlaub wird ein Wellenritt der Gefühle unter Palmen. Alles nur ein Spiel – nur – wer spielt mit wem. CANCUN eine falsche Welt? Geniesst einen Abend lang Sommerfeeling und erlebt ein CANCUN abseits von künstlichen Hotelanlagen, überteuerten Strandbars und unterkühlten Shoppingcentern. Sehnsucht. Traum. Wirklichkeit.

Maria Thorgevsky hat den Koffer gepackt mit witzigen Momenten, idyllischen Bildern und schwungvollen Szenen und schafft es mit dieser feinfühligen Komödie frische Meeresluft auf die Oberwiler Bühne zu bringen. Der Autor Jordi Galceran wurde 1964 in Barcelona geboren und feierte seinen internationalen Durchbruch 2003 mit dem Stück „Die Grönholm-Methode“. CANCUN schrieb er 2007.

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2010 – TROTZ ALLER THERAPIE von CHRISTOPHER DURANG 

„Übrigens, ich will gar nicht Tausende und Tausende von Leuten. Ich will dich und die Kinder und gelegentlich Bob.“ Bruce von Christopher Durang.

Wenn sich zwei Menschen aufgrund einer Kontaktanzeige begegnen, dieses Blind Date dann zum Desaster wird, deren Psychotherapeuten mehr Chaos stiften als helfen und sich die beiden sogar nochmals treffen, dann ist grosse Unterhaltung angesagt. Die Theatergruppe Oberwil spielt dieses Jahr nochmals „Trotz aller Therapie“ von Christopher Durang nach letzjährigem Grosserfolg. Ein Stück über die Suche nach dem eigenen Glück ohne Kompromisse eingehen zu wollen. Ein Stück über den Kampf nichts zu verlieren, über den Drang immer zu bekommen was man will. Ein Stück über Egoisten. Ein Stück über uns.

Einmal mehr gelingt es Maria Thorgevsky diese heitere Komödie voller witzigen Wortgefechten schwungvoll auf die Bühne zu bringen. Durang feierte 1982 grosse Erfolge am Broadway damit.

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Platzkarten können ab 9. März 2019 direkt im Elektrogeschäft Ermacora reserviert werden. Es empfiehlt sich wie jedes Jahr rechtzeitig zu buchen und 20 Minuten vor Beginn im Sprützehüsli zu sein.

Elektrogeschäft Ermacora
Hauptrasse 21
4104 Oberwil
061 406 30 20